Humor/Satire

Weiterlachen

Selten waren die soziale und politische Ordnung so gezeichnet von Instabilität, Umbruch und Chaos. Ist es da überhaupt noch erlaubt zu lachen? Die diesjährige Auswahl an Filmen der Sektion Humor/ Satire zeigt: Es ist nicht nur erlaubt. Es ist notwendig. Humor war immer ein wichtiges Vehikel, um Themen zu behandeln, über die man sonst lieber schweigt. Und über das Lachen finden sich auch neue Wege, um über alte Probleme zu reflektieren. Schließlich haben die eigenen Eierstöcke vielleicht auch etwas zum Thema Kinderwunsch zu sagen. Lassen sich Probleme am Arbeitsplatz mit einer Bombe lösen? Und wie ist der Job als professioneller Trauernder, der sich für Beerdigungen buchen lässt? 

 

Die Filmauswahl in diesem Jahr zeigt wieder: Tragik und Komik, Verzweiflung und Hoffnung, Tod und Leben – das alles liegt manchmal ganz nah beieinander. Hier geht es wild zu, grenzwertig und mitunter kratzen wir mit unserem Programm an den Grenzen des guten Geschmacks. Oder eher: Kategorien wie Geschmack, Pietät, Manieren oder Höflichkeit müssen manchmal pausieren. In dieser Kategorie kommen Sie diesbezüglich voll auf ihre Kosten.  

 

Aus über 300 Einreichungen hat unsere 17-köpfige Sichtungskommission 18 kurze und mittellange Filme ausgewählt sowie sieben Langfilme, die um die nebenstehenden Preise ins Rennen gehen. 

 

 

Preise

 

 

 

Bester Langfilm
(ab 45 Minuten), dotiert mit 5.000 EUR,

 

Dreaming of Lions

 

 

Bester mittellanger Film
(15 bis 45 Minuten), dotiert mit 2.500 EUR,

Tide

 

 

 

Bester Kurzfilm
(bis 15 Minuten), dotiert mit 1.500 EUR,

 

La Mort

Psycho Therapy
Now I Met Her
Vampire Zombies… From Space
Zusammen Ist Man Weniger Getrennt
Espina
Stealing Land

Die nominierten Kurzfilme 2026:

Kurzfilme Humor/Satire #1
Karma Comes with Sweet Revenge

 

Kurzfilme Humor/Satire #2
Stereotypes Suck!

 

Kurzfilme Humor/Satire #3
I Want to Break Free

 

Kurzfilme Humor/Innovation #4
Welcome to the Dark Side

 

Jury 2026

©Lucas Lentes

Florian Lukas (* 1973 in Ost-Berlin), begann seine Karriere bereits in jungen Jahren am Theater. Sein Filmdebüt gab er 1990, er spielte in Filmen wie „Absolute Giganten“ (1999), doch seinen großen Durchbruch hatte er 2003 mit „Good Bye, Lenin!”. Aus dem Fernsehen ist Lukas unter anderem aus den Serien “Weißensee” und “Die Wespe” bekannt.

Er war in über 150 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, für die er zahlreiche Preise gewann, unter anderem den Bayerischen Filmpreis, den Deutschen Filmpreis, den Deutschen Schauspielerpreis und den Deutschen Fernsehpreis. Zuletzt war er in dem Fernsehfilm „Rosenthal“ (2025) und auf der Bühne in der Theaterproduktion „Mama Odessa“ (2026) in Hamburg zu sehen. Er ist auch Sprecher zahlreicher Hörbücher, Lesungen und Rundfunkproduktionen.

© Alexander Heil

Gabriela Maria Schmeide (* 1965) ist eine deutsche Schauspielerin sorbischer Herkunft. Sie studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin und begann ihre Karriere im Berliner Ensemble. Anschließend folgten langfristige Engagements im Theater Bremen und im Thalia-Theater in Hamburg.

Einem größeren Publikum ist Gabriela Maria Schmeide auch durch zahlreiche Rollen in Film- und Fernsehproduktionen bekannt. Für ihre künstlerische Arbeit hat sie mehrere Auszeichnungen erhalten, u. a. den Kurt-Hübner-Preis, den Rolf Mares Preis, ist derzeitige Trägerin des Tilla-Durieux-Schmucks, den Adolf-Grimme-Preis, den Silver Hugo des Chicago International Film Festivals, den Deutschen Fernsehpreis, den Deutschen Schauspielerpreis und den Deutschen Filmpreis.

Ulf Israel

 

 

Ulf Israel leitet seit 2010 die Senator Film Produktion, eine Tochter der Wild Bunch AG. Neben deutschen („Sterben“, „Deutschstunde“, „Lommbock“, „Victoria“, „Pettersson und Findus“) und internationalen Kinofilmen („The Danish Girl“, „2 Tage New York“, „A Most Wanted Man“) produziert das Unternehmen verstärkt für TV und Streaming („Warten auf’n Bus“, „Prey“, „Der Fall Marianne Voss“).

Vor seiner Zeit bei Senator leitete Ulf Israel fünf Jahre die 3L Filmproduktion und wirkte als freier Produzent, u.a. für die Condor Communications AG. In den Jahren 1998 bis 2002 war er am Aufbau der X Filme Creative Pool GmbH und der X Verleih AG als Referent der Geschäftsführung beteiligt und arbeitete in dieser Zeit u.a. an Filmen wie „Goodbye Lenin!“. Ulf Israel ist Absolvent der HDK Berlin und hält einen Abschluss als Diplom- Kommunikationswirt.