Innovation

Der Wettbewerb Innovation ist der Ort für alle, die Überraschungen lieben und Freude daran haben, sich auf Ungewöhnliches einzulassen und ihre Grenzen zu erweitern. Hier werden Geschichten anders erzählt, der Blick in eine ungewohnte Richtung gelenkt und es kommen neue Techniken auf originelle Weise zum Einsatz, z.B. wenn der Film digital am Computer coloriert wird, aber von Hand, und zwar Bild für Bild. So entsteht eine ungewöhnliche Ästhetik zwischen analoger und digitaler Anmutung. In dieser Kategorie darf asynchron erzählt werden oder über mehrere Bildschirme gleichzeitig. Elemente aus Tanz und Theater, Tagebuch und Märchenerzählung, Science-Fiction und Dokumentaressay verschmelzen zu hybriden Formen des Erzählens. Diese Filme folgen ihrem eigenen Rhythmus, den man nur im dunklen Kinosaal in voller Intensität erleben kann.  

 

Aus 341 Einreichungen hat eine vielköpfige Sichtungskommission 20 kurze und mittellange Filme sowie fünf Langfilme ausgewählt. Hier glotzt die Kinoleinwand im wahrsten Sinne des Wortes zurück und das Haus wird schon mal zum Protagonisten. Vom kunstvollen Animationsfilm bis zur Bodycam-Doku versammelt sich ein breites Spektrum an Filmen, für die manchmal das richtige Genre erst noch erfunden werden muss. 

 

Jurypreise

Beste Visuelle Innovation

dotiert mit 1.500 EUR

Beste Narrative Innovation

dotiert mit 1.500 EUR

Beste Technische Innovation

dotiert mit 1.500 EUR

 

 

Am 19.04.2026 verkündet die Fachjury dieser Sektion im Kleinen Haus des
Theater Bremen die Gewinnerfilme.

 

 

 

 

Nominierte Filme 2026:

Einhundertvier
When The Phone Rang
Brother verses Brother
Seeing Through The Darkness
Olivia
2551.03 The End

Nominierte Kurzfilme 2026:

Time After Time – Kurzfilme Innovation #1
Heroines & Pain – Kurzfilme Innovation #2
Goodbyes & Dreamworlds – Kurzfilme Innovation #3
Welcome to the Dark Side –
Kurzfilme Humor/Innovation #4
On Hold

 

Jury 2025

Lucia Eskes

 

Lucia Eskes betreute im Europäischen Zentrum für Medienkompetenz die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, bevor sie 2010 zum Grimme-Preisteam im Grimme-Institut wechselte. Dort war sie für die inhaltliche und organisatorische Durchführung des Wettbewerbs zuständig, seit 2016 ist sie die Leiterin des Grimme-Preises.

Sophie Linnenbaum

 

Nach einem abgeschlossenen Psychologiestudium und der Arbeit als Theaterautorin studierte Regisseurin und Autorin Sophie Linnenbaum Regie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Neben ihren national und international preisgekrönten Kurzfilmen dreht sie Serien und Dokumentarfilme. Ihr erster Langspielfilm THE ORDINARIES hatte seine internationale Premiere im Hauptwettbewerb des internationalen Filmfests Karlovy Vary, wurde auf dem Filmfest München mit dem Förderpreis Regie prämiert und gewann den First Steps Award als bester Abendfüllender Spielfilm.  

Daniel Kötter

 

Daniel Kötter ist Dokumentarfilmer und Theaterregisseur 

 Sein besonderes Interesse gilt der Urbanisierung und den politischen Landschaften in Afrika und Westasien. Seine Musiktheater-Performances in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Hannes Seidl wurden seit 2008 auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Zwischen 2009 und 2015 entwickelte er die Reihe state-theatre zu Bedingungen von Theaterarchitektur und urbaner Performativität in Lagos, Teheran, Berlin, Detroit, Beirut und Mönchengladbach (mit Constanze Fischbeck). 2014-17 arbeitete er mit dem Kurator Jochen Becker an dem Forschungs-, Ausstellungs- und Filmprojekt CHINAFRIKA. Under construction. Sein Film Hashti Teheran (60′, 2017) wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Rift Finfinnee (79′, 2020) über die Urbanisierung in Äthiopien gewann den DEFA-Preis bei DOK Leipzig. Sein jüngster Film Landshaft (2023, 97′) gewann den Preis für den besten Dokumentarfilm des Verbands der deutschen Filmkritik.