Filmpreis Diversity

powered by Brema und SWB

2026 lobt das Filmfest Bremen einen neuen Preis aus: Der Filmpreis Diversity powered by Brema und SWB zeichnet Filme aus, die sich inhaltlich oder thematisch mit Vielfältigkeit beschäftigen und so mithelfen, dass ein wichtiges Thema in der heutigen Gesellschaft den angemessenen Stellenwert bekommt. In so gut wie jeder Gesellschaft sehen sich Menschen Diskriminierungen ausgesetzt, wegen ihres Alters, Hautfarbe, Geschlechterzugehörigkeit, sexueller Orientierung, Herkunft, Religion, Fähigkeiten oder Körpergröße.  

 

JedeR von uns hat Eigenschaften, die ihn oder sie von der so genannten Norm unterscheiden. Wie willkürlich diese Norm festgelegt ist, zeigt sich heute tagtäglich, wenn es um die Fragen geht, wen wir als zur Gesellschaft zugehörig betrachten, wen als wertvoll oder fördernswert. Wessen Sorgen wir ernstnehmen, wem wir die gleichen Rechte zuerkennen, wie uns selbst.  

 

Die hier versammelten Filme zeigen nicht nur die Sorgen und Nöte derer, die wir vermeintlich als längst integriert und gleichberechtigt ansehen. Sie zeigen auch Probleme auf, von denen viele gar nicht wussten, dass sie existieren. Vor allem zeigen sie aber, dass Diversität an sich kein Problem, sondern eine Qualität ist, durch die eine Gemeinschaft erst zur Gemeinschaft wird. 

 

Das Filmfest Bremen, die Landesmedienanstalt Brema und die SWB wollen mit diesem Preis dazu beitragen, dass Vielfalt nicht mehr nur ein vielbenutztes Schlagwort ist, sondern eine Selbstverständlichkeit. 

 

 

 

 

PREISE 

 

Bester Langfilm 2.000€ 

Bester Kurzfilm 1.000€ 

Jurypreise

Beste Visuelle Innovation

dotiert mit 1.500 EUR, gestiftet von der Bremischen Landesmedienanstalt (brema) 

 

Cornelia Holsten – Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt

Bester Langfilm Diversität

dotiert mit 2.000 EUR

 

 

Bester Kurzfilm Diversität

dotiert mit 1.000 EUR

 

 

Am 23.03.2025 um 11.00 Uhr verkündet die Fachjury dieser Sektion im Kleinen Haus des
Theater Bremen die Gewinnerfilme.

 

Nominierte Filme

Dreaming & Dying
Avant-Drag!
Invention
Olivia & the Clouds
Martin liest den Koran

Nominierte Kurzfilme

Kurzfilme Innovation #1
Light, Time & Memories
Kurzfilme Innovation #2
Wer oder was?
Kurzfilme Innovation #3
Fears
Tage im Winter & Birth Proof

Jury

Lucia Eskes

 

Lucia Eskes betreute im Europäischen Zentrum für Medienkompetenz die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, bevor sie 2010 zum Grimme-Preisteam im Grimme-Institut wechselte. Dort war sie für die inhaltliche und organisatorische Durchführung des Wettbewerbs zuständig, seit 2016 ist sie die Leiterin des Grimme-Preises.

Sophie Linnenbaum

 

Nach einem abgeschlossenen Psychologiestudium und der Arbeit als Theaterautorin studierte Regisseurin und Autorin Sophie Linnenbaum Regie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Neben ihren national und international preisgekrönten Kurzfilmen dreht sie Serien und Dokumentarfilme. Ihr erster Langspielfilm THE ORDINARIES hatte seine internationale Premiere im Hauptwettbewerb des internationalen Filmfests Karlovy Vary, wurde auf dem Filmfest München mit dem Förderpreis Regie prämiert und gewann den First Steps Award als bester Abendfüllender Spielfilm.  

Daniel Kötter

 

Daniel Kötter ist Dokumentarfilmer und Theaterregisseur 

 Sein besonderes Interesse gilt der Urbanisierung und den politischen Landschaften in Afrika und Westasien. Seine Musiktheater-Performances in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Hannes Seidl wurden seit 2008 auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Zwischen 2009 und 2015 entwickelte er die Reihe state-theatre zu Bedingungen von Theaterarchitektur und urbaner Performativität in Lagos, Teheran, Berlin, Detroit, Beirut und Mönchengladbach (mit Constanze Fischbeck). 2014-17 arbeitete er mit dem Kurator Jochen Becker an dem Forschungs-, Ausstellungs- und Filmprojekt CHINAFRIKA. Under construction. Sein Film Hashti Teheran (60′, 2017) wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Rift Finfinnee (79′, 2020) über die Urbanisierung in Äthiopien gewann den DEFA-Preis bei DOK Leipzig. Sein jüngster Film Landshaft (2023, 97′) gewann den Preis für den besten Dokumentarfilm des Verbands der deutschen Filmkritik.